Solange der Mensch sich nicht selbst
in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.

Hildegard von Bingen

 

„I said to myself that I just needed to stop thinking about what I wanted: a hand to touch mine. And at the precise time I stopped thinking somebody’s hand touched mine.“

Max, 20.

 

 

 


„Ich war etwas nervös, was da auf mich zukommt und dann wurde es so eine schöne Erfahrung! Bobby hat diesen Rahmen so gut angeleitet, dass ich mich sicher und gut gefühlt habe. Zu spielen wie Katzen war toll - streicheln, schubsen und gucken ob die andere das mag oder nicht. Ein friedlicher Ort und am Ende ein Gefühl, als ob Kinder gespielt haben.

Beate, 55.

Berührung ist ein psycho-biologisches Grundbedürfnis:
Wenn Menschen nicht berührt werden, erzeugt dies körperliche, emotionale und seelische Leiden, die durch nichts anderes aufgefangen werden können.

Zahlreiche Studien haben den direkten Einfluss von Berührung auf Hormonspiegel, Hirnwellen und Selbsterleben von Menschen gemessen und belegen: Wer gesund sein will, braucht Berührung.

 

Die Idee des bewussten Kuschelns (Conscious Cuddling) kommt ursprünglich aus Amerika. Im Kuschelstudio kuscheln wir, um anzudocken an unser Herdendasein. Fremde, die wir anfangs kritisch beäugen, werden innerhalb von Stunden zu Gleichgesinnten, mit denen wir einfach sein können. Das ist für mich die einfachste und entspannteste Friedensarbeit der Welt.

Im Kuschelstudio geht es also nicht darum, mich grenzenlos einem Haufen von Menschen zu überlassen und mich darin zu verlieren. Im Gegenteil, das Kuschelstudio ist ein Raum, in dem wir ausprobieren können, wie es ist, klar „Nein“ zu sagen. Und zugleich, zu üben, wie es sich anfühlt, spielerisch in und aus dem Kontakt zu gehen - auch wenn wir Angst haben, das Gegenüber durch unser Weggehen zu verletzen oder wir mit unserer eigenen Verlustangst konfrontiert werden. Das kann ein riesiger Schritt in eine neue Handlungsfreiheit und Selbstverantwortung sein.

Vor der Kuschelphase gibt es daher eine Vorbereitungsphase, in der wir zunächst mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen bei unserem Selbst ankommen und in liebevollen Kontakt mit uns und allem was gerade ist gehen. Zum Abschluss erden wir uns, um der Welt und ihren sonntäglichen Herausforderungen standhaft zu begegnen.

 

Du hast jederzeit die Gelegenheit zu gehen oder Dir eine Auszeit zu nehmen.

Du entscheidest jedes Mal neu ob und mit wem Du kuscheln willst. Vielleicht willst du auch einfach mit Mitmenschen sein - ohne zu reden?

 

Teilnehmer*innen berichten nach dem Kuscheln oft, dass sie sich sicher, gehalten, warm, ganz fühlen.